Sonderveröffentlichung

Vorsichtiger Start bei niedrigen Temperaturen

Herausforderungen im Winter

Samstag, 15.02.2020, 12:26 Uhr

Fahren bei Eis und Schnee: Jetzt sollte man das Auto ganz vorsichtig warmfahren.
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Kalte Temperaturen im Winter stellen Autofahrer und Motoren vor Herausforderungen. Es empfiehlt sich, ein kaltes Auto möglichst sanft warmzufahren. Aber was heißt das? Und wie erkenne ich, dass der Wagen die Betriebstemperatur erreicht hat?

Bei einem Auto sind im Winter vor allem die Schmierstoffe gefordert, erläutert Achmed Leser vom TÜV Thüringen. Bei niedrigeren Temperaturen werden Motor- und Getriebeöl zähflüssiger und schützen unter Umständen nicht alle Stellen ausreichend. Wer seinen Motor dann mit Vollgas und hohen Drehzahlen fordert, erhöht den Verschleiß beträchtlich, sagt Leser.

Im Extremfall kann es zum kapitalen Motorschaden kommen, wenn bewegliche Metallteile ohne schützende Ölschicht miteinander in Kontakt kommen. Erst wenn alle Flüssigkeiten ihre Betriebstemperatur erreicht haben, sollteman Motor und Getriebe voll fordern. Im Winter dauert es deutlich länger, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.

„Eine generelle Aussage zur Dauer des Warmfahrens ist nicht möglich“, erzählt Achmed Leser weiter. Je nach Außentemperatur, Standzeit und Fahrzeugtyp könne diese Zeit um mehrere Minuten variieren. „Im Normalfall sollten aber alle Flüssigkeiten spätestens nach zehn bis 15 Minuten Fahrzeit ihre optimale Betriebstemperatur erreicht haben.“

In vielen Autos kann man die Temperatur von Wasser und Öl ablesen, bei einigen modernen Fahrzeugen verstecken sich diese Informationen in den digitalen Menüs – und manche Hersteller verzichten ganz darauf, den Fahrer über die Temperaturen zu informieren. „Hier hilft nur der Blick auf die Uhr, wobei lieber etwas länger behutsam gefahren werden sollte als etwas zu kurz“, rät der Experte. (dpa)
   
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