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Wärme rund um die Uhr

Mieter müssen ihre Räume während der Heizsaison rund um die Uhr ausreichend warm bekommen können. Foto: dpa

16.01.2021

Gerade in der kalten Jahreszeit kommt ein warmes Bad oder eine heiße Dusche oft gelegen. Vermieter haben dafür Sorge zu tragen, dass Warmwasser ganzjährig rund um die Uhr zur Verfügung steht. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Allerdings müssen Mieter damit leben, wenn zunächst ein wenig Wasser ablaufen muss, bevor eine Mindesttemperatur erreicht wird.

Grundsätzlich gilt außerdem, dass Mieter in der Heizsaison ausreichend heizen können. Dafür ist eine zentrale Heizungsanlage so einzustellen, dass vernünftige Temperaturen erreicht werden. Nach der Rechtsprechung dürfen tagsüber mindestens 20 Grad Celsius und nachts 16 Grad Celsius nicht unterschritten werden. Hat die Wohnung eine Gasetagenheizung, so muss diese regelmäßig gewartet werden.

Für die Mieter wiederum besteht keine Heizpflicht. Sie dürfen die Temperaturen in der Wohnung aber auch nicht so tief sinken lassen, dass Schäden durch Einfrieren oder Schimmelbildung entstehen. (dpa)


Ab sofort tut’s weh

CO₂-Abgabe treibt Heizkosten in die Höhe

Mit dem neuen Jahr sind fossile Brennstoffe für Verbraucher teurer geworden. Denn die neue CO₂-Regelung der Bundesregierung ist in Kraft getreten. Was das für die Heizkosten der Verbraucher heißt, rechnet Schwäbisch Hall-Modernisierungsexperte Thomas Billmann vor.

Mit der Abgabe setzt die Regierung Anreize, auf erneuerbare Energieformen wie Pelletheizungen oder Wärmepumpen umzusteigen. Ziel ist, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und die Klimaziele bis 2050 zu erreichen.

Egal, ob Öl- oder Gasheizung: In beiden Fällen muss man sich auf höhere Kosten einstellen. Was bedeutet der CO₂-Preis für einen Haushalt mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern und einer Ölheizung? Auf das ganze Jahr gerechnet Mehrkosten von etwa 180 Euro. 2025 sind es schon knapp 390 Euro zusätzlich gegenüber 2020. Dadurch erhöhen sich die Heizkosten für diesen Haushalt bis 2025 um insgesamt knapp 1350 Euro.


"Bei Energieträgern, die auf erneuerbare Energien setzen, (...) fällt der CO₂-Preis nicht an."

Thomas Billmann. Modernisierungsexperte


Bei einer Gasheizung fällt die Belastung etwas geringer aus: 2021 erhöht der CO₂-Preis die Heizkosten im 150-Quadratmeter-Haus um etwa 135 Euro, 2025 um fast 300 Euro pro Jahr. In Summe laufen bis 2025 Zusatzkosten von rund 1030 Euro auf.

„Bei Energieträgern, die auf erneuerbare Energien setzen, wie zum Beispiel Pelletheizungen und Wärmepumpen, fällt der CO₂-Preis übrigens nicht an“, weiß Billmann. „Deshalb fördert die Bundesregierung den Umstieg derzeit mit einer attraktiven Austauschprämie. Wer also zu lange wartet, riskiert steigende Heizkosten. Wer bald handelt, profitiert.“ (pm)