Sonderveröffentlichung

Abendshopping in Greven

Wie ein Wohnzimmer im Niederort

Weihnachtsmärchen lockt an drei Tagen Besucher

In der Mitte des Niederorts ist eine Feuerschale aufgebaut, die für eine heimelige Atmosphäre sorgt.

6.12.2019

Das Weihnachtsmärchen – laut Sylvia Isken „das Wohnzimmer im Niederort“ – lädt von Freitag, 6., bis Sonntag, 8. Dezember, ein. „Die Besucher schlendern nicht wie in Münster einmal über den Markt, trinken einen Glühwein und gehen dann wieder, sondern verweilen bei uns“, erklärt Isken.

Drei Tage lang sorgen engagierte Grevener Bürgerinnen und Bürger und Initiativen für Lichterglanz und Plätzchenduft in der Innenstadt. Überlebensgroße Engel, verschiedene Künstler, Chöre und Musikacts und sogar eine Feuershow locken sicherlich zahlreiche Besucher in das kalte Dezemberwetter hinaus. In den urigen Holzhütten finden sie neben Handwerkskunst viele herzhafte und süße Leckereien vor. Natürlich fehlt auch heißer Glühwein nicht. Kleine Besucher können sich bei alkoholfreiem Punsch aufwärmen oder Stockbrot in der Mitte des Platzes an einer Feuerschale backen. Sollte das Wetter mitspielen, wird wieder die bewährte Eisenbahn ihre Kreise durch den Niederort ziehen.


Greven

Am Freitag geht es los mit der Eröffnung um 16 Uhr durch Bürgermeister Peter Vennemeyer. Der Nikolaus wird sogar gleich zweimal, am Freitag und am Sonntag, auf den Weihnachtsmarkt anzutreffen sein und hat für die Kinder einige Gaben dabei. Auch an die großen Besucher ist mit einem durchgängigen Bühnenprogramm gedacht.

Freitag und Samstag lädt der Markt bis 23 Uhr zum Verweilen ein. Den Ausklang bildet das Rudelsingen zu bekannten Liedern am Sonntag um 18.15 Uhr, die Buden haben an diesem Tag bis 20 Uhr geöffnet.

Nach dem fünfjährigen Jubiläum der Veranstaltung im vergangenen Jahr geht der Markt nun in die sechste Runde. Doch so beliebt wie die Veranstaltung mittlerweile ist, selbstverständlich ist sie nicht: Sie entstand aus einer Laune heraus, als sich einige Grevener bei Facebook darüber beklagten, dass es in der Stadt keinen „richtigen“ Weihnachtsmarkt gebe. Das könne doch nicht sein, besprachen sich einige Anwohner der Innenstadt und gründeten kurzerhand das Weihnachtsmärchen. Und so ist es bis heute, unterstützt durch Greven Marketing, die Stadt Greven und 22 Sponsoren. „Weitere sind herzlich willkommen“, formuliert Sylvia Isken einen Weihnachtswunsch.

Bekannte Aussteller sind etwa der Rotary-Club mit exzellentem Glühwein (der Erlös geht an die Tafel in Greven und Reckenfeld.), die Schüler der 10. Klasse der Nelson-Mandela-Gesamtschule und die Grundschule St. Josef. Zum ersten Mal dabei ist die Kita Burg Eulenstein. Gutes Tun hat gerade zum Jahresende Tradition – dazu lädt die Spendenaktion von Ruth Große Drieling ein, die als Fräulein Marlie kreative Stick- und Nähartikel anbietet. Zehn Prozent ihres Gewinns vom Weihnachtsmärchen kommen der Aktion „Delfintherapie für Mika“ zugute. (jpj)