Sonderveröffentlichung

Bauen & Wohnen
Weiße Ware wird schwarz

Neuheiten von der Elektronikmesse IFA

Sonntag, 21.10.2018, 11:04 Uhr

Schon länger setzen Hersteller bei Hausgeräten vor allem auf Schwarz Foto: LG/dpa
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Die weiße Ware ist nicht mehr weiß – schon länger setzen Hersteller bei Hausgeräten vor allem auf Schwarz. Aber auch knalligere Farbakzente in der Küche sind nicht mehr ungewöhnlich.

Und der Trend setzt sich fort, wie auf der Elektronikmesse IFA Anfang September deutlich wurde. Ein Überblick:

Nicht mehr nur Weiß: Hausgeräte als Designer-Stück im Wohnraum: „Es teilt sich auf“, sagt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Sie erwartet keinen konsequenten Farbwandel für Geräte, die Teil der Küchenfront sind, wie die Spülmaschine und der Ofen. Und auch nicht bei Geräten, die noch gerne versteckt werden im Bad oder Keller wie die Waschmaschine.

Neben Weiß erkennt Oberascher aber derzeit eine Tendenz zu schwarzen Geräten. Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche sieht das ähnlich. Beliebt seien für die neuen Wohn-Koch-Ess- Landschaften dunkle und matte Farben – vorzugsweise Schwarz. Bosch zeigte auf der IFA eine neue Serie von Einbaugeräten mit dem Namen „accent line carbon black“. Die Geräte sind vollständig schwarz, auch die Bedienelemente. Auch LGs Linie „Signature Kitchen Suite“ hat komplett schwarze Geräte. Grau ist laut AMK eine beliebte Alternative zu Schwarz. Aber es kann auch so richtig knallig in der Küche werden: Etwa mit einem freistehenden Kühlschrank in bunter Farbe.

Individuell – Hausgeräte werden immer flexibler: Ein Beispiel für die verbesserte Anpassung an individuelle Bedürfnisse kommt von Siemens Hausgeräte und auch von Miele. Beide Unternehmen zeigten Kochfelder, auf denen es keinen festen Platz mehr für Töpfe und Pfannen gibt. Sie können überall auf dem Kochfeld betrieben werden, und daher passen mehr Töpfe auf einmal darauf – bei beiden Herstellern bis zu sechs Stück.

Vernetzt – nur wenige Verbraucher machen mit: Kein Hersteller kommt in seinen Ankündigungen zur Messe ohne Schlagwörter wie „Smart Home“ und „Vernetzbarkeit“ aus. Will heißen: Tendenziell werden die Hausgeräte immer schlauer und können viele Funktionen eigenständig übernehmen oder den Nutzer besser unterstützen. Viele Geräte lassen sich auch aus der Ferne über Smartphones und Tablets steuern, und sie kommunizieren mit anderen Geräten. Doch Branchenexpertin Oberascher sagt: „Es ist ein Thema bei den Verbrauchern“, allerdings halte sich die Zahl der Nutzer auf „halbwegs bescheidenem Niveau“. „Aber die Technologien werden immer ausgereifter und die Kommunikation mit ihnen einfacher. Daher setzt sich das Smart Home immer mehr durch“, so die Prognose der Branchenexpertin.

Die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche sieht gerade Sprachsteuerung als großes Thema in der Branche. WLAN-fähige Hausgeräte lassen sich dann per Ansprache steuern.

Energieeffizienz – hoher Standard ist schon erreicht: „Die Energieeffizienz ist noch immer ein Thema, aber nicht mehr so stark im Vordergrund“, berichtet Oberascher. „Die Geräte sind insgesamt schon sehr effizient geworden.“ Die Hersteller justieren aber noch in Details nach – Miele zum Beispiel bei der Effizienz von Waschmaschinen. Hintergrund ist, dass die Geräte am effizientesten laufen, wenn sie komplett voll sind. Mit der neuen Funktion „Single Wash“ sollen sich auch für Kleinstmengen Wasser- und Energieverbrauch sowie die Programmlaufzeit anpassen lassen. (dpa)
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