Sonderveröffentlichung

Wenn der Nackenschmerz zum Dauerproblem wird

Neurochirurg Johannes Heimann greift im UKMK MHS zur mikroinvasiven OP-Methode

Dienstag, 10.03.2020, 15:08 Uhr

Der Oberarzt der Neurochirurgie am UKM-Marienhospital Johannes Heimann mit einem Wirbelsäulenmodell samt der eingesetzten Cages. Foto: UKM MHS
Nackenschmerzen kennt fast jeder, der viel am PC arbeiten muss. Oft helfen Entspannungsübungen, Bewegung oder Massagen. Wenn der Schmerz aber dauerhaft bleibt und womöglich schon in die Arme und Hände ausstrahlt, ist das ein Fall für den Arzt. „Dann kann eine Engstelle im Rückenmarkskanal oder am Nervenaustritt vorliegen, verursacht durch Verschleiß der Bandscheibe oder der kleinen Wirbelgelenke. Eine so genannte Facettengelenksarthrose“, erklärt Johannes Heimann, Oberarzt für Neurochirurgie am UKM Marienhospital Steinfurt.

Besteht tatsächlich ein solcher Verschleiß, der Fachmann nennt das degenerative neuroforaminale Stenose, kann eine Operation die Schmerzen lindern. „Bisher waren dazu offene Eingriffe notwendig, bei denen entweder die Bandscheibe oder Teile der Wirbelbögen entfernt werden“, so Heimann.

Mit einem neuartigen OP-Verfahren behandelt der Wirbelsäulenspezialist am UKM Marienhospital Steinfurt nun minimalinvasiv. „Über kleine Zugangswege wird gewebeschonend ein sogenannter Cage in den Spalt der Wirbelgelenke eingesetzt, der den dahinterliegenden Nervenkanal auseinandergespreizt“, erklärt der 40-jährige Mediziner.

„Ich habe mit dieser Methode gute Erfahrungen gemacht und halte sie für eine zuverlässige Alternative“, erläutert Heimann.

Der Vorteil: Der Patient hat nach dem mikrochirurgischen Eingriff mit minimaler Wundfläche weniger Schmerzen und Narbenbildung und ist schneller wieder fit. Ein weiterer Vorteil ist der kurze Krankenhausaufenthalt. Neurochirurg Heimann: „Die Patienten können in der Regel am Tag nach der OP wieder nach Hause.“ (pm)

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