Sonderveröffentlichung

Wer tritt in Eckermanns Fußstapfen?

Vorjahressiegerin fehlt – auch Tebbel nicht dabei

Montag, 03.02.2020, 09:33 Uhr

Wer wird ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin? Katrin Eckermann, die im Vorjahr den Großen Preis, das Championat und das Finale der Mittleren Tour gewann, fehlt diesmal beim K+K-Cup. Foto: Jürgen Peperhowe
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Riesenbeck – Der Küchenkotten
Münster. Katrin Eckermann, das kann man mit Fug und Recht behaupten, war die Reiterin des K+K-Cups 2019. Ab dem Turniersamstag war die 29-Jährige nicht mehr zu stoppen: Sieg im Championat von Münster mit Caylea, dann sauber nachgelegt im Finale der Mittleren Tour mit Okarla, um dann wieder mit Caylea im Großen Preis richtig einen rauszuhauen. Eckermanns Festspiele waren perfekt in der Halle Münsterland, in der sie schon einmal Geschichte geschrieben hatte. Damals, im Januar 2014, hatte sie im Sattel von Firth of Lorne in der langen Geschichte des münsterischen Hallenturniers als erste Reiterin überhaupt den prestigeträchtigen Großen Preis gewonnen.

Ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsstory am Albersloher Weg wird es in diesem Jahr nicht geben. Der Grund: „Katrin hat momentan einfach nicht die passenden Pferde für die große Tour. Caylea ist nach einer Verletzung noch nicht wieder fit und die jungen Pferde möchte Katrin in Ruhe aufbauen“, sagt Turnierchef Oliver Schulze Brüning, der die Absage „nachvollziehbar, aber sehr schade“ findet. „Schließlich hat sie im vergangenen Jahr fast alles gewonnen und hat in Münster immer Spaß.“

Eckermanns Verzicht ist ebenso verständlich wie der von Maurice Tebbel, der 2018 mit Don Diarado im Großen Preis triumphiert hatte. Doch aktuell ist sein Top-Hengst das einzige Spitzenpferd im Tebbel-Stall, Chacco’s Son pausiert nach einer Verletzung noch immer. Klar, dass er nicht jedes Wochenende mit Don Diarado starten kann und sich daher diesmal für das Weltcup-Turnier in Leipzig (16. bis 19. Januar) statt für den K+K-Cup entschied. „Das ist zu verstehen. Da muss Maurice Prioritäten setzen“, meint Schulze Brüning, der zudem die Absagen von Patrick Stühlmeyer und Toni Haßmann akzeptieren musste.

Umso mehr freut es ihn, dass Charlotte Bettendorf erstmals am Albersloher Weg ihre Visitenkarte abgibt. Die Luxemburgerin debütiert zwar unter dem Hallendach, ist aber dennoch in Münster kein unbeschriebenes Blatt. Im August düpierte die 31 Jahre alte Bettendorf beim Turnier der Sieger vor dem Schloss die Mitstreiter und gewann den Großen Preis vor der Schwedin Angelica Augustsson Zanotelli und Weltmeisterin Simone Blum. Beim Festhallen-Turnier in Frankfurt Ende des Jahres ließ sie zuletzt bei einem Weltranglisten-Springen aufhorchen, in dem sie mit Bellefleur – ihre elfjährige Stute wird sie auch beim K+K-Cup präsentieren – ganz vorne landete.

Verstärkung und zugleich Konkurrenz bekommt sie aus der Familie. Ihr Bruder Victor (29) steigt in Münster ebenfalls in den Sattel. „Wir stacheln uns gegenseitig gerne an, wer denn schneller ist“, hatte der 29-jährige Victor Bettendorf bei einem Turnier im Sommer in der Heimat einmal mit einem Augenzwinkern gesagt. Und wer weiß, vielleicht so sehr, dass ein Bettendorf die Nachfolge von Katrin Eckermann antritt – drei Möglichkeiten sind ja gegeben.

Start mit dem Westfalentag

Duelle der Kreisreiterverbände
-hen- Münster. Im Jahr 2012 hatte der Westfalentag erstmals seine Heimat in der Halle Münsterland gefunden. Nachdem die Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften der Kreisreiterverbände zuvor in der Dortmunder Westfalenhalle nahezu unter ferner liefen stattgefunden hatten, erfuhr er nach dem Wechsel mehr Aufmerksamkeit und eröffnet erneut den K+K-Cup.

In diesem Jahr haben für die Konkurrenz der Springreiter 18 Teams gemeldet, fünf von ihnen qualifizieren sich für das Finale. Titelverteidiger Steinfurt geht als 14. in den Parcours, Münster zog als Fünfter eine frühe Startnummer. Im Viereck messen sich 16 Equipen. Darunter natürlich der Gastgeber (Startplatz elf) sowie der Vorjahressieger Steinfurt, der als Letzter loslegen darf.

Sonntag ist Familientag

Vielfältige Angebote für Kinder
-hen- Münster. Kinderschminken und -Tattoos, Spiele, Mini-Parcours, Bemalen von Gips-Pferden oder Hufeisenwerfen. Mit diesen und weiteren Angeboten richten sich die Organisatoren des K+K-Cups in der Messehalle an Familien mit kleinen Kindern – erstmals in dieser Größenordnung.

Für 18 Euro können Familien Tickets erwerben, die Anzahl der Kinder spielt dabei keine Rolle. Die Karte berechtigt zudem den Zugang zur Messehalle Nord, wo die Dressurprüfungen stattfinden.

Bei dem Angebot erhalten die K+K-Cup-Macher Unterstützung von „Just We“, der Jugendgruppe des Pferdesportverband Westfalen, und des Fiffikus-Teams aus Hiltrup.
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