Sonderveröffentlichung

Digitale Messe läuft bis zum 22. Mai

Online zum Ausbildungsplatz

Sie haben eine Alternative zur analogen Ausbildungsmesse gefunden und die digitale Plattform „Tahlent“ aus der Taufe gehoben (v.l.): Jörg Hakenesch (WFG), Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Joachim Fahnemann (Agentur für Arbeit) und Matthias Panick (WFG). Fotos (2): Peter Schniederjürgen

18.04.2021

Früher hatten die Ausbildungssuchenden einen einzigen Tag, um die Ahlener Ausbildungsmesse zu besuchen. In diesem Jahr ist die Messe über einen Monat lang geöffnet – nur ein Vorteil der wegen der Corona-Pandemie eingeführten digitalen Variante.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Ahlen (WFG) hat die digitale Ausbildungsmesse mit dem pfiffigen Titel „Tahlent“ zusammen mit der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster aus der Taufe gehoben. Seit Montag ist die Plattform freigeschaltet und bleibt dies bis zum 22. Mai. Unter www.tahlent.de präsentieren sich rund 80 Arbeitgeber mit rund 100 verschiedenen Ausbildungsberufen.

Unternehmen haben es während der Corona-Pandemie schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, auch weil Präsenz- Ausbildungsmessen wie die in Ahlen (hier ein Bild aus 2019) ausfallen mussten.
Unternehmen haben es während der Corona-Pandemie schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, auch weil Präsenz- Ausbildungsmessen wie die in Ahlen (hier ein Bild aus 2019) ausfallen mussten.

„Die Unternehmen haben sich richtig Mühe gegeben“, sagt Jörg Hakenesch, Geschäftsführer der WFG. Mit Fotos, Flyern und Videos stellen sie ihre Betriebe und die Ausbildungsberufe vor, so dass sich Schüler und Schülerinnen einen guten ersten Eindruck verschaffen können. Ausbildungssuchenden empfiehlt Hakenesch, einfach auf der Seite stöbern zu gehen, ohne Hemmschwelle, wie auf der analogen Messe. Das kann man auch gerne zusammen mit den Eltern machen.

Die Corona-Pandemie habe auch die Jugendlichen in Bezug auf ihre Ausbildungssuche verunsichert. Viele fragen sich, ob es sinnvoll ist, sich jetzt schon um eine Ausbildungsstelle zu kümmern. Eine Frage, die die Experten von der Agentur für Arbeit ganz klar mit „Ja“ beantworten. „Die Arbeitgeber wollen ausbilden, auch trotz Pandemie“, weiß Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen- Münster. Rund 700 offene Ausbildungsstellen im Kreis Warendorf waren Ende März alleine für den Ausbildungsbeginn in diesem Sommer noch bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Die Chancen auf eine Stelle stehen für die Jugendlichen also gar nicht schlecht.


»Alle wollen, das Handicap ist nur, wie findet man zusammen.«

Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster


„Die Corona-Pandemie erschwert für viele Unternehmen die Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. Praktika konnten häufig nicht stattfinden und auch Ausbildungsmessen, auf denen sich Betriebe und Bewerber kennenlernen können, mussten ausfallen“, erklärt Joachim Fahnemann die Schwierigkeiten der letzten Monate. Die digitale Ahlener Ausbildungsmesse „Tahlent“ biete nun eine gute Alternative und den Unternehmen die Chance, um mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. „Alle wollen, das Handicap ist nur, wie findet man zusammen“, sagt Joachim Fahnemann.

Mit der digitalen Ausbildungsmesse wolle man die Betriebe in Ahlen und Umgebung bei der Fachkräftesicherung unterstützen, macht Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger deutlich: „Viele Unternehmen suchen bereits jetzt händeringend Nachwuchskräfte. Gleichzeitig sind junge Menschen auch bei der beruflichen Orientierung in der digitalen Welt unterwegs. Mit der ,Tahlent‘ bringen wir beide Seiten zusammen.“