Sonderveröffentlichung

Produkte aus der Nachbarschaft

Wissen, woher die Lebensmittel stammen

Durch den Konsum regionaler Erzeugnisse hat jeder die große Chance, seinen Alltag deutlich nachhaltiger zu gestalten und dabei auch noch seine Gesundheit sowie seine Umgebung zu fördern. Foto: privat

27.11.2020

Der regionale Einkauf ist die Möglichkeit, um dauerhaft gesund und nachhaltig zu konsumieren. Heutzutage werden viele Lebensmittel unter hohem Energie- und Wasseraufwand und Pestizideinsatz in weit entfernten Ländern produziert und nach Deutschland exportiert. Dabei wachsen Tomaten ja auch quasi vor der Haustür. Durch den Konsum regionaler Erzeugnisse hat jedoch jeder die große Chance, seinen Alltag deutlich nachhaltiger zu gestalten und dabei auch noch seine Gesundheit sowie seine Umgebung zu fördern.

Auch in Steinfurt und Umgebung gibt es viele Möglichkeiten, nachhaltig einzukaufen. Nicht nur auf den beliebten Wochenmärkten, sondern ebenfalls in den vielen Hofläden, die einige Landwirte mit ihren Familien gegründet haben und betreiben. Dort werden Waren angeboten, die in der selben Region erzeugt und verbraucht werden. Nicht nur das. Den Verbrauch von Verpackungsmüll versuchen die Hofläden, so gut wie möglich zu reduzieren. Sie verkaufen ihre regionalen Produkte gerne ohne Einweg- und Plastikverpackung.

„Wer in unserem Hofladen Eier kaufen will, der kann die für den Transport benötigten Kartons oder Schachteln selbst mitbringen. Auch unserer Weihnachtsbäume verkaufen wir auf Wunsch ohne Netz. So sparen unsere Kunden die Verpackung“, erklärt Hermann-Josef Stegemann vom Hof Stegemann am Fleigenweg in Borghorst.

Kolthofs Hofladen in der Burgsteinfurter Bauerschaft Sellen hat sich ebenfalls das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. „Unsere Produkte werden frisch sowie aus Lebensmittelspendern zum Selbstabfüllen oder auch in Gläsern mit Pfandsystem veräußert“,

unterstreicht Birgit Kolthof. Im Milchhof Oskamp an der Borghorster Straße in Laer werden viele Waren unverpackt angeboten. Kunden dürfen ihre eigenen Transportbehältnisse mitbringen. „Viele unserer selbst erzeigten Produkte halten wir in sogenannten ‚Food-Bins‘ – speziellen plastikfreien Glas-Lebensmittelspendern – bereit“, erläutert Franz-Josef Oskamp.

„Alle Lebensmittel, die bei uns zu erhalten sind, sind auf Borgmanns Hof aufgezogen, angebaut und weiterverarbeitet worden“, weist Karl-Ernst Borgmann auf die kurzen Wege auf seinem Anwesen in der Borghorster Bauerschaft Ostendorf hin.

„Wir versuchen, so weit wie möglich auf als Verpackungsmaterial Kunststoff zu verzichten und bieten als Alternative Papier an. Außerdem haben wir ein Glas-Pfandsystem“, sagt Monika Overesch vom Biolandhof und Hofladen Overesch in der Burgsteinfurter Bauerschaft Hollich.

Ebenfalls in der Bauerschaft Hollich befindet sich die Milchtankstelle vom Direkthof Beckmann. „Hier kann jeder quasi 24 Stunden lang und an jedem Tag der Woche die gekühlte Rohmilch unserer Kühe zapfen. Einfach einen Behälter mitbringen drunterstellen und los geht‘s“, erklärt Philipp Beckmann.

Gänzlich ohne Einwegverpackungen kommt „Hülle & Fülle“ aus. Das Geschäftslokal befindet sich am GrafArnold-Platz in Burgsteinfurt. Bei „Hülle und Fülle“ gibt es neben unverpackten Lebensmitteln auch Drogerieartikel, Wasch-, Putz- und Haushaltsartikel sowie Schreibwaren ohne Verpackung. „Wir bieten sowohl haltbare, als auch frische Produkte an; möglichst bio und regional, bevorzugt von ausgesuchten Produzenten und kleinen Manufakturen“, sagt Gründer und Geschäftsführer, Kristian Kühling.

Den Themen Ernährung, Kochen, Umwelt und Nachhaltigkeit widmet sich das Ernährungsmobil „Schnibbelbohne“. Unter dem Motto „Regional, Saisonal und ohne Plastik kochen“, bringt das Team Kochkurse, Projekte und Veranstaltungen auf den Weg.

„Uns ist es wichtig, den Verbrauch von Plastikverpackungen zu reduzieren. Im Ernährungsmobil wie in der Küche kann man deshalb plastikfrei kochen und auf unnötige Verpackungsmaterialien verzichten. Viele Lebensmittel haben bereits eine natürliche Verpackung, und für alles andere gibt es ganz tolle wiederverwendbare Möglichkeiten“, betont das Projektteam bestehend aus Elke Schmitz und Katja Hasselmann. -lem-