Sonderveröffentlichung

Neubau von 4 Sechsfamilienhäusern Am Stockpiper in Ahlen
Wo Teelichter zum Heizen reichen

24 Wohnungen in Passivhaus-Bauweise errichtet

Samstag, 09.11.2019, 11:38 Uhr

Hartmut Rogalla und Ruth Pollmeier-Blume planten die Häuser am Stockpiper in Passivhauswohnhäuser Fotos: Silke Diecksmeier
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Zu den Tagen des Passivhauses rücken diese Bauwerke weltweit in den Fokus. Doch es gibt sie nicht nur in Tokio, Los Angeles und Barcelona, sondern auch in Ahlen. So sind beispielsweise vier Sechs-Familien-Häuser am Stockpiper entstanden.

Für die Gestaltung war Architekt Hartmut Rogalla zuständig. Um die technischen Details der Passivhaus-Bauweise kümmerte sich darüber hinaus Diplom-Ingenieurin Ruth Pollmeier-Blume. „In diesen Häusern braucht man nur ein Teelicht, um fünf Quadratmeter zu beheizen“, verdeutlicht sie das Energieeinsparpotenzial der Bauweise. Möglich wird das durch eine effektive Wärmedämmung und eine sehr dichte Bauweise. Diese besteht im wesentlichen aus einer 28 Zentimeter dicken Dämmung der Außenbauteile und einer Dreischeibenverglasung. Ergänzt wird das durch zwei Belüftungsanlagen pro Haus, die nicht nur für frische Luft sorgen, sondern auch 90 Prozent der Wärme, die das Haus durch die Abluft verlässt, ihm mit der Zuluft wieder zuführt.


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Durch den Einzelhauscharakter, der zu einer städtebaulichen Aufweitung führt, werden die Bauten ständig besonnt. Passenderweise hat Hartmut Rogalla die Wohnräume so angeordnet, dass die Schlafzimmer nach Norden und Osten ausgerichtet sind und damit kühler bleiben als die anderen Zimmer.

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Für Komfort sorgen zudem Aufzüge, eine barrierefreie und zum Teil sogar rollstuhlgerechte Gestaltung sowie Terrassen beziehungsweise Balkone in allen Wohnungen. Es gibt Abstellräume für Fahrräder, Pkw-Stellflächen und Kinderspielplätze.

In den vier Häusern mit dem auffälligen Farbkonzept sind 16 Drei-Zimmer-Wohnungen und acht Zwei-Zimmer-Penthouse-Wohnungen entstanden. Sie sind alle seit dem 1. Mai vermietet.

Dem vorausgegangen ist eine zehnmonatige Bauzeit. „Ich möchte mich herzlich bei den Handwerkern bedanken, die sich sehr für das Projekt eingesetzt haben“, sagt Hartmut Rogalla. „Leider gab es eine lange Verzögerung durch den Kreis Warendorf, weswegen wir erst zwei Jahre später anfangen konnten zu bauen“, sagt er. Im Rahmen der Wohnraumförderung sei das Projekt zwar mit öffentlichen Mitteln gefördert worden, dies würde sich allerdings nur für die Investoren rechnen, die Eigenleistungen einbringen könnten. „Mich wundert nicht, dass es so wenig sozialen Wohnungsbau gibt. Andere Vergünstigungen wie Steuererleichterungen hätten mehr Effekt“, sagt er. (sdi)

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