Sonderveröffentlichung

Motor und Straße

Wohnmobile bieten übergroße Angriffsflächen

Gefahren durch Wind und Sturm

Seitenwind kann tückisch sein - vor Brücken etwa heißt es daher: Fuß vom Gas. Foto: dpadpa

28.03.2020

Stehen die Zeichen auf Sturm, sollten Autofahrer besonders aufmerksam unterwegs sein und Warnzeichen ernst nehmen. Es gilt, das Lenkrad besonders gut festzuhalten und das Tempo zu drosseln, sobald sich Bäume und Büsche deutlich zur Seite neigen, rät die Dekra.

Starker Seitenwind und Sturmböen können Fahrzeuge unter Umständen weit zur Seite abdrängen und Lastwagen oder Busse im Extremfall sogar umkippen, weshalb man an ihnen besonders aufmerksam vorbeifahren sollte. Je höher die Geschwindigkeit, desto größer das Kipprisiko eines Fahrzeugs, aber auch die Gefahr, als Autofahrer selbst vom Wind abgedrängt zu werden.

Wer merkt, dass sein Fahrzeug wegen einer großen seitlichen Angriffsfläche empfindlich reagiert, sollte noch langsamer fahren. Eine ungünstig große Angriffsfläche bieten auch Wohnmobile, SUVs, Vans oder Autosmit Dachboxen.

Sobald man mit seinem Fahrzeug den Windschatten von Waldschneisen oder Tunneln verlässt, kann der Wind schlagartig aufs Auto treffen und energisches Gegenlenken notwendig machen. Das gilt auch auf Brücken und Hochebenen.

Bei wirklich starkem Sturm muss es aber heißen: Fahrt unterbrechen und Schutz suchen, bis sich die Lage beruhigt hat – dabei wegen Verletzungs- und Lebensgefahr nicht in unmittelbarer Nähe von Bäumen parken. Denn es könnten abgerissene Äste umherfliegen. Und im schlimmsten Fall stürzt ein vom Sturm umgerissener Baum tatsächlich aufs Auto. (dpa)