Sonderveröffentlichung

Ziegel: Robustes Naturprodukt fürs Dach

Individualität und eine attraktive Optik

Samstag, 08.06.2019, 08:03 Uhr

Neben traditionellem Schiefer bieten sich Ziegel für die Dacheindeckung an. Foto: dpa
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Stavermann
Ziegel stellen die bekannteste Eindeckung auf deutschen Dächern dar, und die beliebteste dazu. Sie sind langlebig, sind widerstandsfähig und halten in jeder Jahreszeit zuverlässig dicht. Aber das sind noch nicht alle Vorteile. Denn eben Funktionalität und hoher Qualität punkten Dachziegel auch in Sachen Optik und Design. Zahlreiche Farbtöne, matte bis hochglänzende Oberflächen und Modelle von klassisch bis modern verleihen dem Dach mehr Individualität und eine attraktive Optik. 

► Funktionierende Tradition fürs Dach: Hinter jedem modernen Ziegel, der heute verkauft wird, stehen Jahrhunderte der kontinuierlichen Entwicklung. Auch was den Preis angeht: Vor der industriellen Revolution waren die in Handarbeit gefertigten Ziegel so teuer, dass sie nur Wohlhabenden vorbehalten blieben. Während Kirchen und Schlösser sich das leisten konnten, kamen für private Haushalte und Häuser des Mittelstandes nur Dacheindeckungen aus Holzschindeln oder Stroh infrage. Erst mit der Erfindung der Dampfmaschine wurden Dachziegel aus Ton in größeren Mengen hergestellt und für alle verfügbar.

► So entsteht ein Ziegel: Das „Rezept“ für Ziegel ist über die Zeiten nahezu unverändert geblieben, auch wenn sich die Produktionstechnik und -geschwindigkeit verändert haben. Die Rohlinge stellt man aus einer Mischung aus Lehm und Ton her. Sie werden anschließend bei sehr hohen Temperaturen gebrannt. Die typische Farbe resultiert aus der natürlichen Zusammensetzung des Tons; naturrote Ziegel erhalten ihre Farbe beispielsweise durch das enthaltene Eisenoxid.

► Engobe und Glasur – was ist das? Ziegel lassen sich auf unterschiedliche Weise veredeln. Die Hersteller bieten beispielsweise „engobierte“ und „glasierte“ Ziegel an – beides Methoden zur farbigen Oberflächengestaltung. Um dem Ziegel eine Engobe zu verleihen, taucht man den Rohling vor dem Brennvorgang in eine Schlamm-Mixtur aus andersfarbigem Ton und Wasser. Je nach gewünschten Farbergebnis kommen dazu noch Pigmente oder Metalloxide. Im Brennofen verbacken die Schichten dann zu einer festen Verbindung. Ergebnis: Ein Ziegel im nicht-naturgemäßen Farbkleid. Eine Glasur entsteht ähnlich, nur kommt hier in die Ummantelungsmasse noch gemahlenes Glas – der Ziegel erhält so eine glänzende Oberfläche und eine zusätzliche schützende Schicht. (dach.de)
  
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