Sonderveröffentlichung

Zinsloses Gold wird wieder lukrativ

Vermögensberatung Spiekermann: Gesunder Menschenverstand gefragt

Freitag, 15.11.2019, 07:05 Uhr

Mirko Kohlbrecher (kl. Bild oben), Prokurist bei der Vermögensberatung Spiekermann, rät dazu, wieder mehr Geld in Gold anzulegen. Foto: colourbox.com
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National-Bank AG
Münster. Die Entwicklung der Zinsen weltweit erreicht immer weitere Extremwerte. Mittlerweile werden Staatsanleihen im Gegenwert von rund 17 Billionen US-Dollar negativ verzinst. Das entspreche in etwa 30 Prozent der global ausstehenden Schuldenpapiere, weiß Mirko Kohlbrecher, Prokurist beim Vermögensberater Spiekermann & Co. Es sei damit ein weiterer Höhepunkt des seit Jahrzehnten andauernden strukturellen Schuldenzyklus erreicht, der nicht nur die westliche Welt, sondern auch die Schwellenländer fest im Griff hat.

Die Entwicklung des Goldpreises zeige allerdings, wie die Marktteilnehmer die Chancen auf eine nachhaltige strukturelle Veränderung in der Zins- bzw. Schuldenpolitik einschätzen – weltweit. Für viele Anleger scheine Gold, so Kohlbrecher, als Wertspeicher wieder eine ernsthafte Alternative zum Papiergeld geworden zu sein. Das in der Vergangenheit oft angebrachte Argument, dass Gold keine Zinsen erwirtschaftet, habe in der Welt der Negativzinsen erheblich an Gewicht verloren.
    

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Welches rationale Argument spricht zudem dafür, Anleihen von hoch verschuldeten Staaten und mit negativen Zinsen in latent abwertungsgefährdeten Währungen zu halten? Wie sinnvoll sind Risikomodelle, die diese Anlagen favorisieren? Ist nicht gerade jetzt eher gesunder Menschenverstand gefragt? Spiekermann denkt, dass die gängigen Risikomodelle aktuell ad absurdum geführt werden. „Unsere in den letzten Jahren wiederholt positive Einschätzung zu den Qualitäten der Anlageklasse Gold fängt nun an, sich auszuzahlen“, betont Kohlbrecher.

Die neue Welt der negativen Zinsen führe jedem langfristig ausgerichteten Anleger deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, sein Vermögen gut strukturiert und robust zu verteilen, um keinen nachhaltigen Vermögensverlust zu erleiden. Spiekermann sei der Meinung, dass die Politik des billigen Geldes von den Notenbanken nicht mehr zurückgenommen werden kann. Am Ende stehe immer eine Form der Inflation. Nur unternehmerische Investitionen in Aktien und auch Gold könnten in diesem Umfeld langfristig Renditen erwirtschaften. Bei Anleihen hingegen könne nur noch eine aktive Bewirtschaftung einen moderat positiven Erfolg bringen, so Kohlbrecher.
   
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