Sonderveröffentlichung

Zu Hause in der Halle Nord

Die Dressur wartet beim K+K-Cup mit spannenden Konkurrenzen auf

Montag, 03.02.2020, 09:36 Uhr

Immer gerne in Münster am Start: Dorothee Schneider gehört in der Messehalle Nord zu den Stammgästen. Foto: Jürgen Peperhowe
Von Henner Henning  

Münster. Münster ruft. Und ein Großteil der deutschen Dressur-Elite rückt an. Helen Langehanenberg und Dorothee Schneider aus dem Olympia-Kader, dem seit noch nicht einmal einem Monat auch Ingrid Klimke angehört. Die aufstrebende Jil-Marielle Becks und die erfahrene Anabel Balkenhol. Oder die Finnin Emma Kanerva, die 2018 das Blaue Band beim Deutschen Derby in Hamburg gewonnen hatte. Sie alle folgen dem Ruf und satteln ihre Pferde beim K+K-Cup, bei dem die Dressur längst ins Rampenlicht gerückt ist.

In der Messehalle Nord, in der bis auf den Grand Prix-Special und das Finale des LVM-Youngster-Championat alle Prüfungen im Viereck stattfinden, hat die Dressur ihr Zuhause. Eigener Abreiteplatz, großzügige Tribünen, die stets mit fachkundigem Publikum und zumeist zahlreich besetzt sind. „Der K+K-Cup ist ein sehr gutes Turnier“, sagt Becks, die sowohl für die Special- als auch für die Kür-Tour genannt hat. Die 22-Jährige vom RV Lüdinghausen machte 2019 nachhaltig auf sich aufmerksam, als sie mit Damon‘s Satelite etwa beim Turnier der Sieger den Grand Prix Special vor Balkenhol gewann und dann zum Jahresende beim Frankfurter Festhallenturnier mit 74,809 Prozent Dritte im Special wurde – hinter Benjamin Werndl und Klimke. „Ich bin zufrieden mit dem vergangenen Jahr, auch wenn eine Steigerung natürlich noch möglich ist. Münster ist ja immer gut besetzt. Das gibt mir die Chance zu sehen, wo ich stehe“, sagt die U-25- Europameisterin von 2018, die bei den kontinentalen Titelkämpfen im vergangenen Sommer Bronze holte.
Helen Langehanenberg und ihre Stute Annabelle sind beim K+K-Cup 2020 wieder dabei. Foto: Jürgen Peperhowe
Helen Langehanenberg und ihre Stute Annabelle sind beim K+K-Cup 2020 wieder dabei. Foto: Jürgen Peperhowe
Trotz ihrer zuletzt beständig starken Auftritte lehnt sie eine Favoritenrolle für den K+K-Cup charmant wie bescheiden ab. „Zu den Favoriten würde ich mich hier nicht unbedingt zählen. Ich möchte meine Leistung abrufen und weiter Erfahrungen auf der Großen Tour sammeln“, erklärt Becks.

Eine Reiterin der großen Töne ist auch Balkenhol nicht, die beim K+K-Cup Stammgast ist. „Ich bin ein Münster-Fan“, sagt die 47- Jährige. Mit Davinia la Douce für die Special- und mit Crystal Friendship für die Kür-Tour bringt sie zwei Pferde mit in die Halle Münsterland, große Ambitionen formuliert sie aber nicht. „Die Tage über Weihnachten und Silvester sind immer etwas anders als der Alltag, da muss man auch mal improvisieren. Aber zu Hause gehen die Pferde gut und sind toll in Form. Mal sehen, wie es dann im Viereck klappt“, sagt Balkenhol.

Erstklassiger Sport ist im Geviert garantiert, dafür bürgen die Namen. Das war in der Vergangenheit schon so – das wird in der Messehalle Nord auch in Zukunft so sein. Ganz sicher.

Doppeltes Serienfinale im Viereck

Gewann im Vorjahr und auch in Oldenburg: Alexa Westendarp mit Der Prinz. Foto: Jürgen Peperhowe
Gewann im Vorjahr und auch in Oldenburg: Alexa Westendarp mit Der Prinz. Foto: Jürgen Peperhowe
-hen- Münster. Seit einigen Jahren bietet der K+K-Cup jungen Reitern und Nachwuchspferden die Möglichkeit, sich auf großer Bühne zu präsentieren. Zwei Serien enden in der Halle Münsterland, sowohl der Derby-Dressage-Cup als auch das LVM-Youngster-Championat finden hier ihre Sieger.

Münster ist die fünfte Station des Dressage-Cups, der ein besonderes Format bietet. Nachwuchsreiter der Altersklasse U 25 können auf Intermediaire-Niveau Erfahrungen sammeln. Reichlich davon hat Alexa Westendarp schon eingeheimst. Im Vorjahr hatte sie am Albersloher Weg mit „Der Prinz“ gewonnen, im November siegte das Duo bei der vierten Station dann in Oldenburg. Und auch der vierbeinige Nachwuchs kommt beim Dressage-Cup auf seine Kosten, bietet er doch die ideale Startmöglichkeit auf dem Weg in den internationalen Spitzensport.

Auf den sollen sich im Optimalfall auch die Pferde im LVM-Youngster-Championat machen. Auf acht Qualifikationsturnieren gab es Punkte, die besten acht Paare ermitteln nun in Münster ihren Besten. Zu den diesjährigen Finalisten gehören Marion Wiebusch mit Evita, Friederike Kampmeyer mit Dana del Ray, Laura-Sophia Ahland mit Bretton’s Firegirl, Emil Ketz mit Enzo’s Everglow, Märthe Antuth mit Flo Reciano sowie Lea-Katharina Strothmann mit „Mein Freund“, Karin Schulze Topphoff mit Amarillo und Julia Große-Geldermann im Sattel von Amarillo.
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